Wände streichen: Anleitung ohne Streifen, Profi-Tipps und Farbideen mit anTon

14.10.2026
5 Minuten

Wände streichen ist eines der dankbarsten Heimwerkerprojekte: Mit wenig Aufwand wirkt ein Raum wie neu. Damit das Ergebnis gleichmäßig wird und Sie nicht nach zwei Stunden mit Streifen, Farbnasen oder zu wenig Farbe dastehen, kommt es auf die richtige Vorbereitung und ein paar Handgriffe an. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welches Werkzeug Sie benötigen, wie Sie Ihren Farbbedarf berechnen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen und welche Farbideen mit den Farben von anTon zu welchem Raum passen.

    Was benötigen Sie zum Wände streichen?

    ☐ Wandfarbe: passend zu Raum und Untergrund (siehe Tabelle unten)

    ☐ Farbrolle: 18 cm breit, für Raufaser und Gipskarton eignet sich ein Flor von ca. 15 mm

    ☐ Flach- oder Ringpinsel: für Ecken, Kanten und Bereiche um Steckdosen

    ☐ Abstreifgitter und Farbeimer: damit die Rolle gleichmäßig Farbe aufnimmt

    ☐ Teleskopstange: schont den Rücken und erspart Ihnen bei Raumhöhen bis ca. 2,6 m die Leiter

    ☐ Malerkrepp und Abdeckvlies oder -folie: für Sockelleisten, Fensterrahmen und Boden

    ☐ Spachtelmasse und Spachtel: für Dübellöcher und kleine Risse

    ☐ Tiefgrund: nur bei stark saugenden oder kreidenden Untergründen

    ☐ Rührstab, Schraubenzieher (für Steckdosenabdeckungen), Leiter, alte Kleidung

    Welche Farbe Sie wählen, hängt vom Raum und Ihren Prioritäten ab. Die Innenfarben von anTon im Überblick:

    Farbe Eigenschaften laut Hersteller Reichweite Ideal für
    anTon Profi Weiss sehr hohe Deckkraft, intensiver Weißgrad, bis zu 100 % spritzfrei, trocken nach ca. 3 – 4 Std. ca. 70 – 80 m² pro 10 l große Flächen, Decken, Renovierung
    anTon Dispersionsfarbe hellweiß, matt, trocken nach ca. 2 – 4 Std. ca. 60 – 70 m² pro 10 l Nebenräume, Keller, Ausbesserungen
    anTon Mineralfarbe mineralisch-silikatisch, Deckkraftklasse 1, sehr atmungsaktiv, ohne Konservierungsmittel, vegan zertifiziert ca. 80 m² pro 10 l Schlaf-, Kinder- und Wohnräume
    anTon Streich-Kalkfarbe atmungsaktiv, wischfest, ohne Konservierungsmittel ca. 80 m² pro 14 kg Altbau, mineralische Untergründe, natürliches Raumklima

     

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    Wie viel Wandfarbe benötigen Sie?

    Sie benötigen so viele Liter, wie sich aus Wandfläche mal Anzahl der Anstriche geteilt durch die Ergiebigkeit der Farbe ergibt. Die Wandfläche berechnen Sie so: Raumumfang mal Raumhöhe, minus Fenster und Türen.

    Beispiel: Ein Raum mit 4 × 4 m Grundfläche und 2,5 m Höhe hat 16 m × 2,5 m = 40 m² Wandfläche. Ziehen Sie ca. 4 m² für Fenster und Tür ab, bleiben 36 m². Bei einer Ergiebigkeit von ca. 7,5 m² pro Liter (wie bei anTon Profi Weiss) benötigen Sie für einen Anstrich rund 5 Liter.

     

    Grundfläche (Raumhöhe 2,5 m) Wandfläche ca. Farbe für 1 Anstrich Farbe für 2 Anstriche
    3 × 3 m (z. B. Arbeitszimmer) 27 m² ca. 3,5 – 4 l ca. 7 – 8 l
    4 × 4 m (z. B. Schlafzimmer) 36 m² ca. 5 l ca. 10 l
    5 × 4 m (z. B. Wohnzimmer) 40 m² ca. 5,5 l ca. 11 l

     

    Die Werte wurden mit ca. 7,5 m² pro Liter berechnet. Raufaser, saugender Putz oder ein Farbwechsel von dunkel auf hell erhöhen den Verbrauch. Planen Sie deshalb immer 10–15 % Reserve ein und kaufen Sie Farbe für einen Raum möglichst auf einmal.

    Wie bereiten Sie Wand und Raum richtig vor?

    Die wichtigste Vorbereitung ist, den Untergrund zu prüfen, Löcher zu schließen und alles abzukleben, was keine Farbe abbekommen soll. Gute Vorbereitung macht etwa die Hälfte der Arbeit aus und entscheidet über das Ergebnis.

    1. Raum ausräumen: Schieben Sie Möbel in die Raummitte und decken Sie sie ab. Legen Sie den Boden mit Vlies oder Folie aus.

    2. Steckdosen und Schalter: Schalten Sie die Sicherung aus, schrauben Sie die Abdeckungen ab und kleben Sie die Öffnungen ab.

    3. Untergrund prüfen: Wischen Sie mit der flachen Hand über die Wand. Bleibt weißer Staub an der Hand, kreidet der alte Anstrich. Spritzen Sie etwas Wasser an die Wand: Zieht es sofort ein, saugt der Untergrund stark. In beiden Fällen grundieren Sie mit Tiefgrund (anTon Tiefgrund: 5 l reichen für bis zu 50 m²).

    4. Löcher und Risse spachteln: Füllen Sie Dübellöcher mit Fertigspachtelmasse und schleifen Sie sie nach dem Trocknen glatt.

    5. Abkleben: Bringen Sie Malerkrepp sauber auf Sockelleisten, Fensterrahmen, Türzargen und an der Deckenkante an und drücken Sie es gut fest.

    Wichtig: Dunkle Flecken an Außenwänden oder in Raumecken können Schimmel sein. Überstreichen Sie sie nicht einfach, sondern klären Sie zuerst die Ursache (meist zu hohe Luftfeuchtigkeit oder eine kalte Wand).

    Wände streichen Schritt für Schritt: So gelingt es ohne Streifen

    Streifenfrei wird die Wand, wenn Sie zügig nass in nass arbeiten, also immer in die noch feuchte Farbe der vorigen Bahn hineinrollen. So gehen Sie vor:

    1. Farbe aufrühren: Rühren Sie die Farbe gründlich auf, auch wenn sie gebrauchsfertig ist.

    2. Ecken und Kanten vorstreichen: Streichen Sie mit dem Pinsel einen ca. 5 cm breiten Streifen entlang von Ecken, Decke und Krepp. Machen Sie das nur für eine Wand, damit die Farbe beim Rollen noch feucht ist.

    3. Rolle richtig tränken: Tauchen Sie die Rolle ein und rollen Sie sie am Gitter ab, bis sie gleichmäßig gesättigt ist, aber nicht tropft.

    4. Farbe verteilen: Rollen Sie in Bahnen von ca. 1 m Breite zuerst senkrecht, dann waagrecht (Kreuzgang). Arbeiten Sie immer eine ganze Wand ohne Pause durch.

    5. Abrollen zum Licht: Rollen Sie die Fläche zum Schluss ohne neue Farbe senkrecht von oben nach unten ab, am besten in Richtung Fenster. So entstehen keine sichtbaren Ansätze.

    6. Krepp abziehen: Ziehen Sie das Malerkrepp ab, solange die Farbe noch feucht ist, im flachen Winkel vom Anstrich weg.

    7. Zweiten Anstrich prüfen: Viele anTon Farben decken laut Hersteller beim ersten Anstrich. Bei einem Farbwechsel oder durchscheinenden Stellen streichen Sie nach der angegebenen Trockenzeit ein zweites Mal.

    Profi-Tipp: Streichen Sie bei Tageslicht und schalten Sie zusätzlich eine helle Lampe ein, die schräg auf die Wand leuchtet. So sehen Sie Fehlstellen sofort, solange Sie sie noch nass in nass ausbessern können. Ideal sind Raumtemperaturen um 15 – 20 °C ohne Zugluft und ohne direkte Sonne auf der Wand. Drehen Sie die Heizung unter der Wand, die Sie gerade streichen, zurück, damit die Farbe nicht zu schnell antrocknet.

    Welche Wandfarbe passt zu welchem Raum? Farbideen mit anTon

    Helle, kühle Töne lassen Räume größer und ruhiger wirken, warme und kräftige Töne machen sie gemütlicher und betonen einzelne Flächen. Mit den Voll- und Abtönfarben von anTon können Sie beides umsetzen: Pur gestrichen ergeben sie kräftige Akzentwände, in Weiß gemischt zarte Pastelltöne. Eine 500-ml-Flasche reicht laut Hersteller pur für ca. 3 – 5 m².

     

    Raum Gewünschte Wirkung Farbidee mit anTon
    Wohnzimmer gemütlich, modern Akzentwand in Petrol hinter Sofa oder Regal, restliche Wände in Profi Weiss
    Schlafzimmer ruhig, entspannend Weiß zart abgetönt mit Flieder oder Ultramarin
    Kinderzimmer frisch, freundlich Frühlingsgrün oder ZGONC Gelb als Pastellton, Basis Mineralfarbe
    Küche und Essbereich einladend, lebendig ZGONC Gelb abgetönt oder ein schmaler Akzent in Signalrot
    Vorzimmer und Flur hell, warm Weiß mit einem Hauch Umbra für ein warmes Naturweiß
    Arbeitszimmer konzentriert Frühlingsgrün zart, Akzentfläche in Petrol

     

    So setzen Sie Farbideen erfolgreich um:

    • Probeanstrich machen: Streichen Sie eine Fläche von ca. 50 × 50 cm und sehen Sie sie sich bei Tages- und Kunstlicht an. Farben wirken an der Wand oft kräftiger als im Gefäß.

    • Gesamtmenge auf einmal mischen: Mischen Sie die Farbe für den ganzen Raum in einem Gefäß. Wer nachmischt, bekommt fast immer einen leicht anderen Ton.

    • Mit Schwarz abtönen: Ein paar Tropfen Schwarz in Weiß ergeben ein modernes Hellgrau.

    • Akzentwand gezielt wählen: Am besten wirkt die Wand, auf die Sie beim Betreten des Raums zuerst blicken.

    Abtönen funktioniert am zuverlässigsten mit weißer Dispersionsfarbe wie anTon Profi Weiss. Ob Mineral- und Kalkfarbe mit den Abtönfarben kombiniert werden können, erfahren Sie von unseren Fachberater:innen in den 39 ZGONC-Filialen.

    Welche Fehler sollten Sie beim Streichen vermeiden?

    Die häufigsten Fehler sind zu wenig Farbe auf der Rolle, Pausen mitten in der Wand und Streichen bei falschen Bedingungen. Diese Punkte sollten Sie kennen:

    • Zu sparsam rollen: Eine fast trockene Rolle hinterlässt Streifen und eine ungleichmäßige Deckung.

    • Pause mitten in der Wand: Angetrocknete Ränder zeichnen sich später als Ansatz ab.

    • Zu früh überstreichen: Halten Sie die Trockenzeit laut Gebinde ein, sonst lösen Sie die erste Schicht wieder an.

    • Kalte oder feuchte Räume: Unter ca. 5 °C trocknen viele Wandfarben nicht richtig.

    • Krepp zu spät abziehen: Trockene Farbe reißt beim Abziehen mit.

    Häufig gestellte Fragen

    Das hängt von Farbe, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. anTon Profi Weiss ist laut Hersteller nach ca. 3 – 4 Stunden expressgetrocknet, die Dispersionsfarbe nach ca. 2 – 4 Stunden. Bei kühlen oder feuchten Räumen planen Sie lieber etwas mehr Zeit ein.

    Ja, aber Sie benötigen in der Regel zwei Anstriche. Eine Farbe mit hoher Deckkraft wie anTon Profi Weiss oder die Mineralfarbe mit Deckkraftklasse 1 spart Ihnen dabei Arbeit.

    Vegan zertifizierte Wandfarben kommen ohne tierische Inhaltsstoffe wie Milchprotein als Bindemittel aus und werden ohne Tierversuche hergestellt. Die anTon Mineralfarbe ist laut Hersteller Europas erste zertifizierte vegane Innenfarbe.

    Ja, das geht gut. Achten Sie auf Raumtemperaturen um 15–20 °C, drehen Sie die Heizung unter der frisch gestrichenen Wand zurück und lüften Sie erst, wenn die Farbe angetrocknet ist. Danach beschleunigt regelmäßiges Stoßlüften das vollständige Durchtrocknen.

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